Eine neue Internetseite entsteht:
2010-05-28 : Drupal 7 als CMS-System gewählt
2010-06-06 : Aufbau der Internetseite definiert
2010-07-01 : Erster Entwurf ohne Farbdefinitionen
2010-08-05 :
Erste Bereiche nehmen Formen an
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Kontakt:
site@23grad.de
Auch wenn unsere neue Internetseite noch nicht fertig ist, so sind wir doch aktiv!
AKTUELL: Die 23grad Energy-Tour - Eine Exkursion zu verschiedenen Zukunftsmodellen der Energieversorgung in Deutschland
Alle reden über Klimaschutz und Energiewende, doch nur wenig scheint sich zu bewegen auf internationaler Bühne,
wie das Scheitern der Staatengemeinschaft in Kopenhagen eindrucksvoll bewiesen hat. Doch das stimmt nicht ganz.
Während die Politik und die Wirtschaftslobby nur sehr kleine Schritte schaffen und sich gegenseitig behindern,
scheinen gerade viele Akteure auf lokaler Ebene rekordverdächtige Sprünge zu machen. Ganz unter dem Motto:
„Wir fangen dann schon mal an“. In Deutschland gibt es eine Vielzahl an Kommunen, Gemeinden und Städten, die
sich nicht nur ambitionierte Ziele gesteckt haben, sondern auch schon sehr weit in der Umstellung ihrer
Energieversorgung auf Erneuerbaren Energien (EE) sind. Während einige Kommunen schon jetzt die 100% überschritten
haben, scheinen andere durch die Erarbeitung innovative Konzepte in absehbarer Zeit dieses Ziel zu erreichen.
Alles aufgrund der Unterstützung lokaler Akteure auf politischer und vor allem zivilgesellschaftlicher Ebene!
Energieverbraucher werden mit Hilfe der EE zu Energieversorgern und damit unabhängiger von Energieimporten sowie
der großen Energieversorger, die oft als Blockierer aufgrund ihrer monopolartigen Stellung in der Kritik stehen.
Die Energieversorgung wird dezentralisiert und damit transparenter. Viele sprechen auch von der „Demokratisierung
der Energie“.
Wer will, findet einige Informationen zu diesem Thema in Fachzeitschriften oder im Internet. Doch nur darüber zu lesen
ist was anderes, als entsprechende „best practice“-Beispiele hautnah kennenzulernen, mit den Menschen vor Ort über ihre
Mühen und Erfolge zu sprechen und sich damit einen eigenen Eindruck zu machen. Das ist die Idee hinter der „23grad
Energy-Tour“ Ende September 2010. Mit den Themenschwerpunkten Energie und Selbstversorgung wollen wir mit einer Gruppe
von 16 bis 24 Leuten zu verschiedenen Modellregionen in Norddeutschland fahren, um uns selbst einen Eindruck machen zu
können. Die Teilnehmer werden nicht nur die Chance bekommen, die eingesetzten Energieformen zu besichtigen, sondern auch
direkt von Akteuren erfahren, was es bedeutet, eine Kommune, Region oder Stadt auf 100% Erneuerbare Energien umzustellen.
Was waren die Hintergründe und Motivationen zum Entschluss der Umstellung? Welche Herausforderungen und Anstrengungen
waren nötig? Und wie hat sich das Leben in der Stadt verändert?
Starten werden wir die Tour am 27.09.2010 zur kleinen Ortschaft Salzhemmendorf, die es in wenigen Jahren geschafft hat,
mehr Strom zu produzieren, als sie selbst verbraucht. Hier zeigt sich der Vorteil kleiner Ortschaften, Umstellungen der
Energieversorgung schnell umzusetzen und damit einen wichtigen Beitrag für das ganze Land leisten können. Weiter geht’s
dann zur Klimakommune Saerbeck, die mit ihrem innovativen Konzept eine ganze Region auf eine dezentrale Energieversorgung
umstellen will und dies auch schon zum großen Teil geschafft hat. Das Besondere stellt hier der Umbau eines alten
Militärgeländes zu einem Bioenergiepark dar, der einen großen Teil der Energieversorgung decken wird. Nach einer kurzen
Besichtigung eines der kontrastreichen Relikte aus fossilen Zeiten, einem der größten Kohlekraftwerke Deutschlands, geht
es dann als drittes Ziel zum Wissenschaftspark in Gelsenkirchen. Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen ist ein Stück
Strukturwandel im Ruhrgebiet, Europas größtem Ballungsraum und soll damit ein Zeichen setzen in einem städtischen Gebiet,
dass von einem negativen Strukturwandel im Steinkohlebergbau und der Stahlindustrie geprägt ist. „Sanfte Technologien
treten an die Stelle von Kohle und Stahl“, heißt es auf der Homepage. Hiervon wollen wir uns selbst überzeugen. Als Standort
in einer Region mit langer Tradition in der Energiewirtschaft ist der Wissenschaftspark zum Dreh- und Angelpunkt für
Zukunftsenergien avanciert. Vierter und letzter Anlaufpunkt wird dann die Nichtregierungsorganisation Eurosolar mit Sitz
in Bonn sein, wo sich die Teilnehmer in einem Vortrag und in Diskussionen mit Mitarbeitern ein Bild von der aktuellen
Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien in Deutschland und Europa machen können. Die Organisation hat zudem
Salzhemmendorf sowie Saerbeck mit dem deutschen Solarpreis ausgezeichnet, was sicherlich einige Fragen zu den Hintergründen
der Preisverleihung und Vergleichen zu anderen Regionen aufwerfen könnte. Eurosolar ist 1988 als gemeinnützige Europäische
Vereinigung für Erneuerbare Energien gegründet worden, unabhängig von Parteien, Institutionen, Unternehmen und Interessengruppen.
Ziel ist es dabei, atomare und fossile Energie vollständig durch Erneuerbare Energien zu ersetzen.
Übernachtet wird in Jugendherbergen, die auf dem Weg unserer Tour liegen. Der erste Anlaufpunkt ist die Stadt Münster, die viel
Nachtleben zu bieten hat und außerdem als Fahrradhauptstadt in Deutschland ebenfalls als Zukunftsmodell für viele Städte gelten kann.
Weiterer Anlaufpunkt für Übernachtungen ist Köln, bevor es dann am vierten Tag nach dem Besuch bei Eurosolar zurück in die Heimat geht.
Tour-Daten:
Datum: 27.09. bis 30.09.2010, Start am 27.09. morgens gegen 8:00 Uhr in Lüneburg. Treffpunkt Campus Parkplatz neben der Mensa.
Ankunft am 30.09. gegen 18:00 Uhr. Kosten pro Person: ca. 80-90 € für 23grad Mitglieder, 110 € Normalpreis. Darin sind enthalten:
Fahrtkosten, Unterkunft, teilweise Frühstück und Programme vor Ort. Verbindliche Anmeldung und Überweisung des entsprechenden
Kostenbeitrags bis spätestens 8. August 2010. Teilnehmerzahl: 16 bis 25 Personen, je nach Andrang.
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Bei Interesse meldet euch bitte bei Malte Winterstein per Mail: exkursion@23grad.de.